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Hier finden Sie eine Übersicht über unsere Experten in den jeweiligen Kategorien:

Betrieb und Wirtschaft
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Diversity
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Glaube und (Inter)religiöser Dialog
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DEKANIN DER EVANGELISCHEN KIRCHE IN HEIDELBERG
Mein Name ist Marlene Schwöbel-Hug. Ich bin am 20.06 1954 in einem kleinen Dorf in Niedersachsen geboren. Meine Kindheit in einem Pfarrhaus in Hohnhorst (Nähe Hannover) habe ich in einer damals sehr beschützten, von der Landwirtschaft geprägten Umgebung verbracht. Das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, hatte nur 500 Einwohner. Nach dem Abitur studierte ich Theologie, Latein und Ägyptologie in Bethel, Göttingen und Marburg. Promoviert habe ich an der Universität Heidelberg im Jahr 2003. Als Vikarin und Pfarrerin habe ich viele unterschiedliche Landeskirchen kennen gelernt. Sieben Jahre war ich zudem Pfarrerin in England in der United Reformed Church in Westcliff-on-Sea. Dort habe ich zum ersten Mal in einer multikulturellen, multireligiösen und mehrsprachigen Umgebung gearbeitet. Gute Kontakte entstanden zur orthodoxen Synagoge, zu Muslimen und zu Hindus. Ganz zu schweigen von den vielen unterschiedlichen christlichen Gruppen und Kirchen, mit denen ich als Pfarrerin zusammen gearbeitet habe. Diese Erfahrungen, ein acht Wochen dauernder Aufenthalt in Kyoto, Besuche bei Kirchen in den USA und ein drei monatiger Studienaufenthalt in Cambridge haben mich sehr geprägt und mir einen guten Blick über den Tellerrand ermöglicht. Mir ist es wichtig und für mich ist es spannend, immer wieder mit Menschen aus anderen Kulturen und mit anderen religiösen Überzeugungen ins Gespräch zu kommen. Ich habe vier Kinder und drei Enkelkinder, die mehrsprachig aufwachsen, da meine Schwiegerkinder eine andere als die deutsche Nationalität haben.

Lebenswelten
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CAPOEIRA – MY LIFE!
Während ich meine Augen geschlossen halte, höre ich diese Musik. Ein einzigartiges Geräusch, das meine Bewegungen kontrolliert. Dieses Geräusch ist am Anfang nur ein einfacher Rhythmus, aber mit der Zeit wird es zu einer mitreißenden Melodie.

Capoeira ist eine körperliche Kommunikation zwischen zwei Menschen, die sich ohne ein Wort zu wechseln und ohne einer einstudierten Choreographie, miteinander unterhalten. Es ist eine afro-brasilianische Kunstform, die Spiel, Musik, Selbstverteidigung und Körperausdruck miteinander kombiniert. Capoeira ist für jedermann geeignet: Männer, Frauen oder Kinder, unabhängig von der jeweiligen körperlichen Konstitution. Es braucht keine Voraussetzungen.
Capoeira basiert auf einem „neun Intelligenzen“ Konzept. Es kommt leider oft vor, dass nur zwei Methoden des Capoeira, die musikalisch-rhythmische Methode und körperlich-kinästhetische den SchülerInnen beigebracht werden. Wenn wir, Lehrer und Meister, die Möglichkeit unseren Studenten geben, alle Methoden des Capoeiras kennenzulernen, können sie besser ihre natürliche Begabung entfalten. Für mich ist Capoeira meine Lebensphilosophie: Alles was ich in meinem Leben mache, ist Capoeira.

KOPELI-ON-TOUR
…schon als kleiner Junge hatte ich eine Art Heimatweh… Meine Eltern kamen in den 70ern nach Deutschland als Gastarbeiter. Sie haben damals ihr Heimatland Griechenland verlassen… für eine bessere Zukunft. So habe ich in Deutschland das Licht der Welt erblickt! In der Wiege waren meine ersten Sinneswahrnehmungen bestimmt griechisch, Sprache, Temparament und natürlich die Gerüche traditioneller griechischer Küche. Bis nach der Grundchule war mir noch gar nicht bewusst, dass ich Grieche bin… Bis jemand in der sechsten Klasse „Ausländer“ zu mir gesagt hat. Erst dann habe ich angefangen darüber nachzudenken. Hab am Anfang nicht so richtig verstanden, was damit gemeint war. Irgendwann hab ich es dann gecheckt. Wir waren ja jedes Jahr in den Sommerferien in Griechenland bei den Großeltern. Sie waren tief verwurzelt in der Kultur, Tradition und in ihrem Glauben. Also wusste ich, dass es auch meine Wurzeln sind. So hegte ich zurück in Deutschland den Traum irgendwann zu meinen Wurzeln zurückzukehren, bis heute…
Es gibt noch eine Zwischenepisode in meinem Leben. Und zwar einen Autounfall mit Anfang 20. Seit dem bin ich Querschnittsgelähmt und im Rollstuhl.
Mit einer der ersten Sachen, die ich nach meiner Reha gemacht habe, ist eine Reise nach Griechenland. Und das behalte ich bis heute noch bei. Denn das Heimetweh hat nicht nachgelassen. Nur das es sich in Fernweh verwandelt hat. Ich habe die Leidenschaft fürs Reisen entdeckt! Ich nutze jede Gelegenheit, um zu reisen. Ob Griechenland, Balkan, Europa oder andere Kontinente liebe ich es Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen.

Inzwischen habe ich einen Reiseblog gestartet, um Menschen mit Behinderung zu motivieren.


Internationales und Interdisciplinäres
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BEREICH INTERNATIONALES – Stw HD
Ich bin 37 Jahre alt und arbeite für das Studentenwerk Heidelberg. Dort arbeite ich im Bereich „Internationales“, der die internationalen Studierenden in den Wohnheimen des Studentenwerks Heidelberg betreut und ihnen in den verschiedensten Bereichen des Lebens Hilfestellungen anbietet. Eine konkrete Arbeitsbeschreibung ist daher nicht wirklich möglich, es gilt vielmehr: „Wenn ein internationaler Studierender in unseren Wohnheimen ein Anliegen hat, versuche ich zu helfen.“ Unterstützt werde ich von einem Tutorenteam, das im Schnitt 80 Studierende umfasst und zur Erklärung der Waschmaschine bis hin zu Spieleabenden und zur Vermittlung bei Problemen eingesetzt wird. Studiert habe ich wiederum Geschichte und Archäologie an der Universität Heidelberg und bin nach dem Studium gerne hiergeblieben. Ich bin zwar in Schwetzingen geboren, die Kurpfalz ist für mich aber erst während des Studiums zur Heimat geworden, denn aufgewachsen bin ich in Dortmund.

EIN GRENZENLOSER KULTURPENDLER
Mein Name bedeutet auf Chinesisch „das Schwert“ und „die Bergspitze“. Ich komme aus Beijing (Peking) und lebe seit 1999 in Heidelberg. Nach meinem ersten Studium in Shanghai habe ich an der Uni Heidelberg VWL studiert und anschließend im Bereich Umweltökonomie promoviert. Das Gefühl, hin- und hergerissen zwischen beiden Ländern zu sein, führt letztendlich dazu, dass ich als Grenzgänger eine Kompetenzinitiative „Connecting Humans, Energy & Nature e.V.“, dessen Abkürzung C.H.E.N. exakt meinem Familiennamen entspricht, ins Leben gerufen habe. Mit dem Motto „Gemeinsam auf dem Weg nach neuem Wissen“ will ich ein interkulturelles und mehrdimensionales Netzwerk schaffen, wo sich Menschen durch Diskurs zusammenfinden und verstehen werden. Dies ist sowohl mein Herzstück als auch mein Lebenswerk. Beruflich betrachte ich die Umweltfragen vielfältig im interdisziplinären und interkulturellen Kontext. Heute biete ich gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Kompetenzteam fachliche Beratung für Verwaltungsbeamter und Geschäftskunden in Deutschland und China an, wie sie am besten miteinander kommunizieren sollten. Verkörpert in einem grenzenlosen Kulturpendler widme ich mich dem Kulturaustausch und Wissenstransfer.

Darstellende Kunst
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INDISCHE BHARATANATYAMS TÄNZERIN
Ich bin im Jahr 1983 in Indien geboren. In meinem Leben hatte ich die Gelegenheit in verschiedenen Teilen Indiens zu leben. Dies hat mir geholfen neue Sprachen und Kunstformen der verschiedenen Regionen kennenzulernen. Ich spreche vier indische Sprachen und beherrsche Englisch. Meine Liebe für den Tanz begann im Alter von fünf Jahren. Damals hat mir meine Mutter in die göttliche Kunst des Bharatanatyams (eine indischen klassischen Kunstform) beigebracht. Seitdem war es eine wunderbare Wissensreise, weil die Kunst des Bharatanatyams nicht nur für den Körper und Geist, sondern auch für die Seele gut ist. Ich liebe es, durch traditionelle Tanz- und themenbezogene Choreographien, meine Kunst zum Ausdruck zu bringen.Zudem habe ich Interesse am Schreiben von Gedichten und Philosophie aus der ganzen Welt. Diese Gedanken versuche ich in meinem Tanz auszudrucken.

Vom Beruf aus bin ich Bankerin, mit einem Master-Abschluss in Banking und Arbeitserfahrungen in internationalen Banken. Ich lebe seit 3 Jahren in Deutschland und unterrichte klassischen Indischen Tanz und Bollywood Tanz. Ich trete oft bei Veranstaltungen auf und freue mich über die positive Reaktion des Publikums. Für mich ist es besonderes motivierend Kinder zu unterrichten und dabei zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln. Die Kunst des Tanzes lernt Glückseligkeit und ich mag es diese Freude an andere weiterzugeben.


Musik
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UKRAINISCHE MUSIKWISSENSCHAFTLERIN
Ich bin in der Ukraine, in der bezaubernden Stadt Lviv/Lemberg geboren. Mit 39 Jahren habe ich dort meinen deutschen Mann kennen gelernt, mit dem ich nach Heidelberg gezogen bin. Seit 2001 lebe ich hier. Gleich nach dem Abschluss meines musikwissenschaftlichen Studiums am Lviver Konservatorium begann ich in der Philharmonie Konzerte zu moderieren mit Texten, die ich selbst verfasste. Während eines Studienaufenthaltes, als Stipendiatin in Wien, habe ich Auslandserfahrungen gesammelt. Die mehrjährige Zusammenarbeit in einem musikwissenschaftlichen Projekt führte mich nach Wien und in andere Metropolen der ehemaligen Donaumonarchie. Das Projekt beschäftigte sich mit dem Musikleben am Beispiel der Rolle von Vereinen und passte gut zu meinem Wunsch nach Spuren der Vergangenheit in meiner Stadt zu suchen, die einmal ein Kulturzentrum der Donaumonarchie war. Resultat dieser Neugierde war eine CD über die kulturellen Traditionen in Mitteleuropa und das Buch „Erinnerungen“ über einen Lviver Komponisten und Dirigenten, den ich die letzten 5 Jahre seines langen Lebens (103) interviewt habe. Meine Erfahrung will ich weiter nutzen und die Kenntnisse über die schönen Künste weiter vermitteln, vor allem Kindern und jungen Menschen. Nach meiner Überzeugung verbindet das die Menschen und ist die Basis für unser friedliches Miteinander. Das versuche ich auch durch mein soziales Engagement im Vorstand der deutsch-ukrainischen Gesellschaft und des Ausländerrates/Migrationsrates der Stadt Heidelberg umzusetzen.

Geschriebenes Wort
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FRAUEN MEINES LEBENS
Mein Name ist Petra Nikolić. Ich bin Journalistin und Buchautorin. Die Inspiration zu meinem literarischen Debut gab die Süddeutsche Zeitung. Sie hatte die außergewöhnliche Idee, Frauen über die Frauen ihres Lebens schreiben zu lassen. „Die Frau meines Lebens!“ – eigentlich ein typischer Männersatz. Doch auch im Leben von Frauen gibt es Begegnungen mit Frauen, die prägend sind und unvergessen bleiben. Mit der Kurzgeschichte „Meine Clarissa“ nahm ich an dem Wettbewerb der Süddeutschen Zeitung teil – und gewann ihn. Ein Stein war ins Rollen gekommen. Ich schrieb noch weitere sieben Geschichten über Frauen und ihre Lebenswege. Wege, die sich kreuzen, verlaufen, auseinander gehen, wieder treffen oder für alle Ewigkeit vom Schicksal getrennt werden. Mein Erzählband mit dem Titel Die Frauen meines Lebens versammelt acht Frauen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und aus unterschiedlichen Zeiten. Manche von ihnen begleite ich durch ihr ganzes Leben, andere treffe ich nur für einen kurzen Augenblick.

Die große Liebe, die große Ernüchterung, Aufbruch, Abschied und Wiedersehen sind Leitmotive dieser wahren Lebensgeschichten. Da sind etwa die Südafrikanerin Mercy oder die Bolivianerin Sonia in Madrid, die für Familie und Kinder ihre Heimat aufgibt. Oder die Begegnung mit der 94-jährigen Eva, die aus Titos kommunistischem Jugoslawien nach Deutschland geflüchtet ist. „Ein Buch mit ruhigen, detailgenauen und eindringlichen Frauenporträts“, charakterisiert die Zeitschrift „Brigitte“ meine Erzählungen. Es gehört zu meinem Beruf als Journalistin, neugierig auf Menschen und ihre Lebenswege zu sein. Eines habe ich beim Schreiben gelernt: Eine Geschichte ist nie zu Ende, sie folgt immer dem, der sie gehört hat. Zu meinen Lesungen kommen Frauen mit bewegenden Lebensläufen, die mich nicht mehr loslassen, inspirieren und Stoff für ein neues Buch liefern.


JOURNALISTIN UND MUTTER AUS PERU
Ich bin 1973 in Lima – Perú geboren und habe zwei Geschwister, einen Bruder und eine Schwester.
Mein Vater war ein erfolgreicher Kaufmann bei Bosch und meine Mutter eine Erzieherin, die sich um arme Kinder und ihre Familien gekümmert hat. So ist meine Kindheit gelaufen, zwischen allen Schichten der Gesellschaft, was, wie ich glaube, mich sehr bodenständig gemacht hat. In der Schule war ich nicht die Beste aber gegen alle Vorhersagen bin ich zur Universität Lima gegangen und habe Kommunikationswissenschaften studiert (Journalismus). Im Mai 1999 bin ich der Liebe nach Deutschland gefolgt. Die Idee hier zu leben, wo ich niemand war, wo ich die Sprache nicht konnte, wo die Leute nicht besonders offen sind, hat mich damals erschrocken.
Perú durchlebte 2000 eine besondere Situation. Diktator Fujimori und seine Mafia waren nach elf Jahren abgesetzt, und alles war ein Chaos. Die Gesellschaft und die Gesetz waren durcheinander, es war fast unmöglich Arbeit zu finden. Dann kam meine Tochter Francesca (jetzt 14) auf die Welt, ein wunderbares Mädchen, und meine Verantwortung war groß. In der Zeit, bis sie vier war, habe ich bei der Regierung Lima Metropolitana, in der Abteilung der Öffentlichkeitsarbeit, gearbeitet. Doch als meine Tochter in die Schule kommen sollte, wollte ihr Vater, dass sie nach Deutschland kommt. So sind wir einfach gekommen. Vor zehn Jahren. Unser Anfang in Dossenheim war nicht einfach. Ich musste Deutsch lernen und arbeiten, die Wohnung putzen und kochen lernen. Die Latino-Umgebung war mir wichtig, um einen Freundeskreis aufzubauen. So kam es, dass ich Kontakt mit einer Mainzer Journalistin aufgenommen habe, die den Verein „Casa del Sol“ gegründet hat. Seitdem bin ich dort tätig.
„Casa del Sol“ führt erfolgreiche Integrationsprojekte in ganz Deutschland durch. Nun suchen wir nach Möglichkeiten auch in Heidelberg den Fuß zu fassen.

GESCHICHTEN UNSERER TAGE
I am a Romanian cultural journalist and author living in Heidelberg for 26 years. Migrations and its psycho-cultural impact is a recurrent theme of my books. Two of them have been published at WaRo Verlag, Heidelberg.
Die Geschichte Unserer Tage, published in 2009, deals, in form of narrative interviews, with the destinies of 12 Romanian migrants, five of which are well established artists living in Germany. The migration story of the actor and editor Walter Roth, a German ethnic, has who lives in Heidelberg,has a valuable historical and emotional impact. My second book, Eine Sentimentale Chronik, published this year, contains travel impressions, art, literature and music reviews as well essays dealing with migration, and stories connected to (my life in) Heidelberg. The book has been nominated as The Best Book of the Year 2013 in Romania. As a journalist I publish jazz reviews and interviews in English (among others from the Enjoy Jazz festival) on the All About Jazz website. For further information see http://www.allaboutjazz.com/php/contributor_articles.php?id=104551.
I write in Romanian and English and I speak German fairly well.

Zivilgesellschaftliches Engagement (z.B. Hochschulgruppen, Vereine und Initiativen)
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WELTBÜRGERIN

Ich wurde 1943 mitten im Krieg in Deutschland geboren (als jüngste Schwester von 4 Brüdern). Seit 1949 bin ich Besitzerin eines „Provisorischen Weltbürger-Passes“, ausgestellt  von der „Zentrale der Weltbürgerbewegung“ (Garry Davis) in Frankfurt a.M. Dieser Akt meiner friedensbewegten Eltern hat mein Leben geprägt. Eintauchen in unterschiedliche Welten, in andere Kulturen und Sprachen, Bürgerin einer Welt der Vielfalt zu werden. Das war das Ziel. Studium der Amerikanistik in Kolumbien, noch als Studentin Lehrerin an der Kolumbianisch-Hebräischen Schule in Bogotá ; Aufenthalt in Israel, ausgedehnte Reisen in Lateinamerika. Die nächste Welt ruft, ich heirate: Es folgt ein Leben im Libanon, in Kuwait, wo meine zwei Kinder geboren werden, und in Jordanien. Eine spannende und aufregende, eine glückliche und traurige Zeit, die mein Denken und Handeln bis heute beeinflusst. Nach ersten Erfahrungen mit Flüchtlingen als Lehrerin an einer Schule der UNRWA (UN Relief Works Agency for Palestine Refugees) in einem Palästinenserlager in Amman, Jordanien, haben  mich das Schicksal  und die Lebensgeschichten von Flüchtlingen nie mehr losgelassen. Nach meiner Rückkehr in meine alte Welt, die mir nach so langer Zeit recht fremd und rätselhaft erschien, arbeitete ich in der Reisebranche. Nach Zeiten des Suchens und Sichzurechtfindens, habe ich endlich in Heidelberg mein großes Glück gefunden. Neben der Arbeit für mein kleines, auf Individualreisen spezialisiertes Reisebüro engagierte ich mich bei Amnesty International als Sprecherin der Länderkoordinationsgruppe Jordanien und Libanon (1986–2008); von 2006-2012 als Amnesty Landesbeauftragte Baden-Württemberg für politische Flüchtlinge; seit vielen Jahren arbeite ich ehrenamtlich für den Asylarbeitskreis Heidelberg e.V. Ich versuche, die Interessen  der Flüchtlinge zu vertreten und mich für sie einzusetzen. Die Sehnsucht der Flüchtlinge und Asylsuchenden nach freundlicher Aufnahme, nach Ankommen und nach Aufbau eines neuen Lebens in Sicherheit,  kann ich gut nachempfinden. Ihre Geschichten verdienen es, gehört zu werden. Deshalb ist mir neben der Begleitung von Asylsuchenden und der Hilfe bei der Bewältigung eines ihnen noch fremden Alltags die Öffentlichkeitsarbeit für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik sehr wichtig.

PRO BONO – ASYLRECHTEXPERTE

Ich wurde 1992 in Krefeld geboren. Nachdem ich meinen Abschluss auf der Realschule gemacht habe, habe ich zunächst eine Ausbildung zum Justizfachangestellten abgeschlossen.
Etwa ein halbes Jahr vor meiner Abschlussprüfung ist in mir der Wunsch gewachsen zu studieren und ich entschied mich zeitnah für ein Studium der Rechtswissenschaften. Parallel zu meiner Arbeit im Grundbuchamt habe ich dann auf dem Abendgymnasium mein Abitur auf dem sog. zweiten Bildungsweg nachgeholt. Seit Oktober 2013 studiere ich jetzt in Heidelberg. Bei Pro Bono arbeite ich seit Ende meines dritten Semesters mit. Zunächst war ich Teil eines unserer Beratungsteams und habe regelmäßig in unserer Mittwochssprechstunde Asylbewerber auf die Anhörungsberatung vor dem BAMF vorbereitet oder Klagebegründungen in Dublin-III-Fällen verfasst. Wenig später bin ich Leiter jenes Teams geworden und habe neben den eigentlichen Beratungen auch die interne Organisation des Teams übernommen. Im Oktober vergangenen Jahres wurde ich dann zum zweiten Vorsitzenden des Vereins gewählt und bin zugleich auch Bereichsleiter im Migrationsrecht geworden, d.h. ich vertrete den Verein nunmehr nicht nur nach außen, sondern bin für die Organisation des gesamten migrationsrechtlichen Teils verantwortlich.Gerade in der heutigen Zeit ist das Thema Asylrecht virulent geworden, sodass ehrenamtlichen Handeln eine gesteigerte Bedeutung zukommt. Dazu hoffe ich einen Beitrag zu leisten.